Experimentieren und gestalten mit Ton

– ein Angebot des EFS für die Kinder aus den beiden Kindergärten

„Uihh, der Ton ist aber kalt und klebrig! / Ich habe ganz braune Hände! / Das ist ja wie Knete! / Und ich darf ihn auf den Tisch schlagen? / Wo hast du den Ton gefunden? / Was mache ich mit den Sachen aus dem Werkkoffer?“, wurde während der Einführungsrunde von den Kindern gefragt und festgestellt.
Für mich als ehemalige Erzieherin ist es eine große Freude und ein Erlebnis die Kinder bei diesem fröhlichen und doch sehr kreativen Tun mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Tonarbeiten mit Kindern machen nicht nur jede Menge Spaß und Freude, sondern fördern auch die Kreativität. Beim Experimentieren mit dem Ton lernen die Kinder, auf welch vielfältige Weise sich das Material verwenden lässt. Gleichzeitig werden sie angeregt, sich mit ihrer Vorstellungskraft auszudrücken. Dies erfordert Ausdauer und eine gute Augen-Hand-Koordination.
Das Schöne am Töpfern mit den Kindergartenkindern war, dass sie so ungezwungen an das Material herangingen. Sie brauchten kaum Anleitung zur Erforschung des Umganges mit dem Ton. Sobald sie einen Klumpen in der Hand hielten, begannen sie mit den Fingern einzupieksen, zu kneten und zu formen.
Mutig und motiviert begannen die Kinder ihren Tonklumpen zu bearbeiten. Dabei konnten sie ihrem Bedürfnis etwas zu gestalten und zu formen nachgehen. Am liebsten formten die Kinder Tiere, kleine Schalen, Herzen oder Gesichter. Für manche Kinder jedoch stand das Matschen und Verkneten des Tons im Vordergrund. Es war toll zu beobachten, wie intensiv sie sich mit der Beschaffenheit des Tons auseinandersetzten, was sie in Gesprächen den anderen Kindern mitteilten.
Sie probierten die Hilfswerkzeuge aus, rollten den Ton aus, kreierten Muster, Löcher oder einfach nur Phantasieformen.
Am Ende waren viele tolle Werke entstanden, die zunächst an der Luft mehrere Tage trocknen müssen.
Danach werden die Kunstwerke im Brennofen gebrannt. Alle freuen sich schon jetzt, ihr Werk in den Händen zu halten.
Zum Schluss äußerten die Kinder noch viele weitere Wünsche für Projekte, die sie gerne noch mit dem Ton umsetzen würden.
Carmen Glaser